Concertino Veneziano

Diese Seite drucken  |  Zurück zum Verzeichnis
für Sopranblockflöte und Zupforchester
(Komp.: Ralph Paulsen-Bahnsen, Trekel-Verlag, R 471)

Das Concertino Veneziano ist wohl neben der Popmusik für Blockflöte (s.d.) mein bekanntestes Werk für dieses Instrument. 1980 begann der Aufbau einer Mandolinenklasse an der Musikschule Norderstedt. Bereits 1982 entstand das Zupforchester, das später dann in größerer Besetzung ein gemischtes Ensemble wurde. Der Altersdurchschnitt lag damals bei etwa 11 Jahren. Die jungen Spieler zeigten größtes Engagement, allerdings gab es ein Problem: Es gab kaum geeignete Literatur. Wir brauchten und suchten eine leichte und eingängige Komposition, nicht zu schwer, eher total leicht, aber trotzdem mit Anspruch. Eben so ein richtiges "Paradestück". Am besten mit einem Solisten, der hebt bekanntlich das Niveau. Und im Schatten seines Erfolges wären dann auch Dirigent, Orchester und Zuhörer zufrieden. Alle wären so richtig schön happy. Nur, solch ein Stück gab es leider noch nicht. So entstand - wohl eher aus der Not - das Concertino Veneziano. Vorlage waren alte Generalbass-Übungen aus meiner Studienzeit.

Das C.V. hat 3 Sätze: Allegro - Larghetto - Allegro. Besondere Schwierigkeiten für das Zupforchester gibt es nicht. Der Solist hat wenige angegebene Verzierungen zu spielen, ansonsten Freiraum für eigene Gestaltung. Eine gewisse Ähnlichkeit der Komposition mit Werken meines sehr geschätzten Kollegen Antonio Vivaldi (1678-1741) sind nicht zufällig sondern gewollt. Das C.V. ist inzwischen eines der beliebtesten Werke für Zupforchester geworden und liegt in verschiedenen Einspielungen vor.

Besonders originell finde ich die CD-Rom "Impressionen aus Löcknitz", auf der zu einer Diashow mit Fotos von der reizenden Gemeinde Löcknitz in Mecklenburg-Vorpommern u.a. das Concertino Veneziano erklingt. Ferner gibt es eine interessante Einspielung mit Querflöte, Zupforchester und Cembalo als zusätzliches Continuo-Instrument vom Zupforchester Neunkirchen-Wiebelskirchen unter der Leitung von Bernd Fecht auf der CD "Saiten-Impressionen" (Info: zupforchester_nk@web.de). Auch eine Einspielung mit einem Gitarrenorchester hat viele Freunde gewonnen: Oberösterreichisches Gitarrenorchester unter Helmut Wiesbauer-Katzlberger, Solistin ist Barbara Staudinger (Domino 942.422).

Tipp: Concertino Veneziano für Sopranblockflöte und Gitarre. Wegen der großen Beliebtheit erscheint 2005 eine Bearbeitung bei Trekel, in der die Gitarre den Orchesterpart übernimmt. Der Schwierigkeitsgrad für die Gitarre ist in dieser Fassung mittelschwer.

Eine sehr schöne Einspielung hat das Vivaldi-Orchester Karlsfeld unter der Leitung von Monika Fuchs-Warmhold mit der Solistin Ulrike Pobel veröffentlicht, zu hören auf der CD "novemberfest". Außerdem sehr ansprechend finde die Einstudierung des CV´s durch das Gitarrenensemble "nota bene" unter der Leitung von Heike Krugmann, zu hören auf der CD "nota bene".

Downloads

Concertino Veneziano 1. Satz Vivaldi-Orchester Karlsfeld unter der Ltg. von Monika Fuchs-Warmhold, aus der CD "novemberfest"   Donwload Concertino Veneziano gespielt vom Vivaldiorchester 842 kb


© www.paulsen-bahnsen.de