Scandia Suite

Diese Seite drucken  |  Zurück zum Verzeichnis
für Zupforchester (Trekel T 717)

In der Zeit meines Studiums an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg (1977-1981) veröffentlichte ich Bearbeitungen und Auftragsarrangements überwiegend unter dem Pseudonym Paul Walthers.

Scandia-Suite entstand 1978 während eines Urlaubs in Lökken (Dänemark). Vorlage waren 2 Notenhefte mit skandinavischer Folklore, die ich in einem "Fachgeschäft" erwarb. Das Angebot dieses Ladens war übrigens reichhaltig und durchaus interessant: Neben den obligatorischen roten Würstchen gab es dort z. B. Schnuller, extra lange Hosenträger, abgelaufene Fernsehzeitschriften und lila Gummistiefel - einfach alles, was der Mensch zum Leben halt so braucht. Alles - nur keine Noten. Geschweige denn Saiten für eine Gitarre. Allerdings gab es 2 Mundharmonikas und einen Geigenkoffer ohne Inhalt. Auf meine Frage nach eventuellen Noten zeigte man mir dann einen Stapel mit Büchern. Zwischen alten dänischen Literaten und den deutschen Erfolgsautoren Johannes Mario Simmel und Karl May wurde ich dann fündig: 2 Heftchen mit skandinavischen Volksliedern. Zwar ohne Cover und mit braunen Flecken, aber im Ausland bleibt man ja besser freundlich. Übrigens: Der Preis für besondere Notenheftchen ist in Dänemark manchmal scheinbar vergleichbar mit dem alkoholischer Getränke.

Scandia-Suite hat 4 Sätze:
1. Allegro moderato
2. Adagio
3. Scherzo (Moderato)
4. Rondo (Allegro moderato).

Hauptstück dieser Suite nach skandinavischen Motiven ist der 2. Satz (Adagio) nach der schwedischen Weise "Ack Värmeland du sköna". In dem Lied wird Värmland beschrieben, eine landschaftlich sehr schöne Region in Schweden. In anderen Ländern wurde das Lied besonders durch das Gesangsduo "Esther und Abi Ofarim" bekannt. Nicht nur bei Folksängern, auch bei klassisch ausgebildeten Musikern und sogar Jazzern erfreut sich dieses Volkslied großer Beliebtheit. Wahrscheinlich weil die Melodie einen größeren Umfang (Ambitus) hat und zudem sehr vielfältig harmonisiert werden kann.


© www.paulsen-bahnsen.de