Concerto dŽAvignon

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nach einem französischen Volkslied
(Trekel R 403)

Das "Concerto dŽAvignon" ist der 2. Teil aus einer Reihe von Bearbeitungen, die über das bekannte französische Volkslied "Sur le pont dŽAvignon" entstanden. Ebenso wie in der Komposition "Tantz und Saltarello" (Trekel R 402) handelt es sich auch hier um eine Stilkopie. In diesem Fall um kompositorische Merkmale, wie sie für Meister des Barock typisch waren.

So findet man im 1. Satz (Allegro) Satztechniken, wie sie in den Werken von Marc-Antoine Charpentier (1634-1704) und Georg Philipp Telemann (1681-1767) vorkommen. Im 2. Satz (Larghetto) ist die Ähnlichkeit mit dem 2. Satz aus dem berühmten Gitarrenkonzert in D- Dur von Antonio Vivaldi (1678-1741) unverkennbar. Da ohnehin der 2. Satz im "Concerto dŽAvignon" ein Soloinstrument verlangt, ist besonders hier der Einsatz einer Gitarre sinnvoll. Im 3. Satz (Vivace) erscheint das Thema als tänzerische Gigue mit fugatischen Einsätzen. Einige harmonische Wendungen und melodische Sequenzen erinnern etwas an die Handschrift von Johann Sebastian Bach (1685-1750).

Das "Concerto dŽAvignon" ist für Zupforchester, Streichorchester oder auch in variabler Besetzung aufführbar. Flöte und Oboe (oder 2 Alt-Blockflöten) können ad libitum eingesetzt werden; allerdings verlangt der 2. Satz ein Soloinstrument. Eine seperate Cembalostimme (Continuo) kann bestellt werden. Diese Stimme gibt es jedoch nicht in der Partitur!


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