House of the rising sun

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("Sing `n´Swing" Bd. 2 Peer 16111)
("Power Of Voice" Peer 16131)

Kaum eine andere Akkordfolge wurde in den Sechzigerjahren auf der Gitarre mehr gespielt als die Griffe zu dem Song "House of the rising sun". Wie bei so manchen tollen Stücken, so sangen auch hier damals alle Beteiligten inbrünstig die 1. Strophe des Songs, bei der 2. wurde die Sangeskunst schon schwächer, bis sie schließlich in Strophe 3 in einem eher sakralen Gemurmel versank. Vielleicht war der Text ja auch nicht jedermanns Geschmack, handelte er doch von dem menschlichen Verfall in einem Freudenhaus . (Infos unter http://bx.cyty.com). Jedenfalls merkte ich damals schnell: ein Gitarrist, der diese Akkordfolge gut spielen kann, kommt an. Und die nötige gezupfte Sextole war die Krönung und wurde oft mit staunenden Blicken honoriert.

Allerdings ist der Song nicht von den Animals - die spielten ihn nur animalisch gut. Der Titel hat seine Wurzeln in England, genauer in der Grafschaft Suffolk und hieß einst "Lord Barnard And Lady Musgrove". ( Eine textliche Neugestaltung war daher wohl sinnvoll). Seit einer Einspielung von 1934 gilt das Lied auch als "black blues traditional" und war zudem als "The rising sun blues" bekannt. Nicht nur die Animals (1965) spielten ihn, auch Woody Guthrie Ende der Fünfzigerjahre, Joan Baez (1965), Nina Simone (1966) und (1962) uns Folkbarde Bob Dylan.


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